Curriculare Reittherapie Ausbildung Practitioner
Inhalte im Überblick
Reittherapeutin und pferdegestützte Coachin sein
Für mich bedeutet Reittherapeutin oder pferdegestützte Coachin zu sein weit mehr, als Methoden anzuwenden. Es bedeutet, die eigene Wahrnehmung zu verfeinern und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was gerade in mir selbst, im Pferd und in der Klientin oder dem Klienten geschieht.
Was nehme ich wahr?
Hilft diese Wahrnehmung gerade bei der Begleitung? Ist es sinnvoll, sie zur Verfügung zu stellen – oder braucht es im Moment einfach Raum für die eigene Erfahrung des Menschen? Es bedeutet auch, eine Haltung des Nichtwissens einzunehmen und sich als Prozessbegleitung zu verstehen.
Eigene Ideen und Impulse dürfen eingebracht werden – nicht als Vorgabe, sondern als Angebot. Und manchmal besteht die eigentliche Kunst darin, sie wieder loszulassen, wenn ein anderer Weg entstehen möchte.
Diese Haltung bildet das Fundament unserer Ausbildung.
Körperwahrnehmung und Präsenz
Der Körper spielt in unserer Ausbildung eine zentrale Rolle. Denn viele Informationen zeigen sich nicht zuerst in Worten, sondern in Haltung, Bewegung, Atmung und Körpersprache. Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit der eigenen Körperwahrnehmung und der Wahrnehmung von Bewegung bei Mensch und Pferd.
In diesem Bereich der Ausbildung erwarten dich unter anderem:
• Übungen zur Schulung der Körperwahrnehmung und Präsenz • Wahrnehmen und Verstehen von Bewegungsmustern bei dir selbst und beim Pferd • Den eigenen Körper im bewegten Raum erleben – auch auf dem Pferd • Atem- und Wahrnehmungsübungen • Veränderungen in Körperhaltung und Ausdruck erkennen und begleiten • Erforschung von Körperhaltungen und ihrer Wirkung in Begleitung und Therapie • Schulung der Körperwahrnehmung mit und ohne Pferd • Blickschulung und differenzierte Beobachtung von Mensch und Pferd
Experimentell
In diesem Ausbildungsbereich erforschen wir Erfahrungen, Überzeugungen, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen nicht nur theoretisch, sondern direkt im Erleben.
Inhalte sind unter anderem:
• Wahrnehmungsübungen und Körperarbeit mit dem Pferd und mit Klientinnen und Klienten • Erforschen der Hilfengebung am und auf dem Pferd • Erkunden von Überzeugungen, Kernaussagen und Glaubenssätzen • Erkundungstechniken, Sondierungen und Forschungsaufgaben • Einführung in Techniken der psychologisch-experimentellen Körpertherapie • Psychodrama-Arbeit und Rollenspiele • Phantasiereisen
Achtsam
Achtsamkeit bedeutet für uns das klare und möglichst unverfälschte Wahrnehmen dessen, was gerade geschieht.
Was zeigt sich im Körper? Welche Gedanken, Gefühle oder Impulse tauchen auf? Was ist im Kontakt zwischen Klientin, Pferd und Begleiterin wahrnehmbar? Dabei geht es nicht darum, etwas zu verändern, zu bewerten oder wegzumachen.
Es geht darum, aufmerksam zu beobachten, zu erforschen und dem, was gerade da ist, Raum zu geben.
Inhalte sind unter anderem:
• Einführung und Vertiefung in die Achtsamkeitsarbeit • Entwicklung des inneren Beobachters • Klientin und Therapeutin in gemeinsamer achtsamer Haltung (dyadische Achtsamkeit) • Das System der inneren Familie • Orientierung in Persönlichkeit und Teilearbeit • Die therapeutische Haltung und Gestaltung des Therapieverlaufes • Der Mensch als Expertin oder Experte für den eigenen Weg • Integration der gemachten Erfahrungen
So sieht Dein Zertifikat aus
Das Zertifikat steht für weit mehr als den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung.
Es steht für die Erfahrungen, die Du gesammelt hast.
Für die Herausforderungen, an denen Du gewachsen bist.
Für die Begegnungen mit Menschen und Pferden.
Und für alles, was Du auf diesem Weg über Dich selbst gelernt hast.
Wenn Du Dein Zertifikat in den Händen hältst, hältst Du nicht nur den Nachweis einer fachlichen Qualifikation.
Du hältst die Bestätigung in den Händen, dass Du bereit bist, Menschen mit Pferden professionell und verantwortungsvoll zu begleiten.








