23. – 27. Juni und 20. – 24. Oktober 2027
Traumasensible Begleitung mit Pferden
Fortbildung für Reittherapeutinnen, Coaches und Therapeutinnen
Kennst du das? Eine Klientin steht neben dem Pferd. Eigentlich wollte sie nur eine kleine Übung machen. Doch plötzlich verändert sich etwas. Ihr Atem wird flach. Sie schaut weg. Ihre Schultern verspannen sich. Das Pferd bleibt stehen und senkt den Kopf. Du spürst, dass etwas Wichtiges geschieht.
Und gleichzeitig tauchen Fragen auf:
Wie kann ich diesen Menschen jetzt gut begleiten?
Wie vermittle ich Sicherheit?
Wie erkenne ich, was gerade wirklich passiert?
Und wie bleibe ich selbst ruhig und präsent?
Vielleicht kennst du Momente, in denen du spürst, dass hinter dem Verhalten eines Menschen mehr steckt. Momente, in denen Worte nicht ausreichen. Momente, in denen das Pferd etwas wahrnimmt, bevor es ausgesprochen werden kann.
Genau diesen Situationen widmet sich die Fortbildung Traumasensible Begleitung mit Pferden.
Menschen mit Traumaerfahrungen begleiten
Menschen mit traumatischen Erfahrungen begegnen uns in der Reittherapie, im Coaching, in der Pädagogik und in der pferdegestützten Begleitung häufiger, als uns vielleicht bewusst ist. Nicht immer erzählen sie ihre Geschichte jedoch zeigen sie sich im Körper, in Anspannung, im Rückzug und manchmal in Unsicherheit. Vielleicht taucht das Gefühl im Klienten auf, ständig wachsam sein zu müssen.
Die traumasensible Begleitung mit Pferden hilft dabei, diese Signale besser zu verstehen und Menschen mit mehr Sicherheit, Achtsamkeit und Präsenz zu begleiten.

Warum diese Fortbildung?
In der Arbeit mit Menschen stoßen wir immer wieder an Situationen, die uns berühren, herausfordern oder verunsichern können. Nicht immer verstehen wir sofort, was gerade geschieht. Nicht immer wissen wir, was der nächste Schritt ist.
Und manchmal spüren wir den Wunsch, helfen zu wollen, etwas zu lösen oder den richtigen Weg zu kennen. Gerade Menschen mit traumatischen Erfahrungen brauchen jedoch etwas anderes. Sie brauchen keinen Menschen, der weiß, wo es langgeht. Sie brauchen einen Menschen, der präsent bleibt, Sicherheit vermittelt und den Raum halten kann für das, was sich gerade zeigen möchte.
In dieser Fortbildung beschäftigen wir uns deshalb nicht nur mit Trauma und seinen Auswirkungen auf Körper, Nervensystem und Beziehung.
Wir reflektieren auch unsere eigene Rolle als Begleitende. Wie können wir Menschen begleiten, ohne sie zu drängen? Wie können wir Sicherheit schaffen, ohne Kontrolle auszuüben? Wie können wir einem Prozess vertrauen, auch wenn wir nicht wissen, wohin er führt? Und wie gelingt es uns, bei uns selbst zu bleiben, wenn starke Gefühle, Unsicherheit oder alte Verletzungen sichtbar werden?
Traumatische Erfahrungen werden vor allem im Körper gespeichert. Oft sind es feine Signale, Körperempfindungen, Impulse oder Gefühle, die den nächsten Schritt andeuten.
Der Körper weiß mehr, als wir mit dem Verstand erfassen können. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, Lösungen vorzugeben. Sondern einen sicheren Raum zu schaffen, in dem Menschen sich selbst begegnen, ihrem eigenen Erleben vertrauen lernen und ihren nächsten Schritt finden können.
Genau hier setzt diese Fortbildung an.
Was du aus dieser Fortbildung mitnimmst
Du entwickelst ein verkörpertes Wissen dafür, wie traumatische Erfahrungen Menschen prägen und warum manche Reaktionen auf den ersten Blick oft schwer verständlich erscheinen.
Du lernst, feine Signale im Körper, im Kontakt und in der Beziehung bewusster wahrzunehmen und einzuordnen. Du gewinnst mehr Sicherheit im Umgang mit starken Gefühlen, Rückzug, Unsicherheit oder Überforderung. Du entwickelst mehr Vertrauen in deine Wahrnehmung, in den Prozess und in die Fähigkeit des Menschen, seinen eigenen Weg zu finden.
Gleichzeitig erfährst du, wie Pferde Menschen dabei unterstützen können, wieder mehr Kontakt zu sich selbst, ihrem Körper und ihren eigenen Ressourcen zu entwickeln.
Viele Teilnehmerinnen berichten, dass sie nach der Fortbildung nicht nur Klientinnen anders begegnen, sondern auch sich selbst.
Mit mehr Ruhe, mehr Präsenz und mehr Zugewandtheit.
Und mit dem Vertrauen, nicht alles wissen oder lösen zu müssen, um Menschen wirkungsvoll begleiten zu können.
Für wen ist diese Fortbildung geeignet?
Für Reittherapeutinnen, Coaches, Therapeutinnen, Pädagoginnen und Menschen aus der pferdegestützten Arbeit, die traumasensible Kompetenzen entwickeln oder vertiefen möchten.
Für Menschen, die ihre Klientinnen besser verstehen, Sicherheit vermitteln und Prozesse achtsam begleiten möchten.
Termin Juni 2027
| Teil 1 | 23.06. – 27.06.2027 |
| Teil 2 | 20.10. – 24.10.2027 |
Kurszeiten:
| 1. Kurstag | 14.30 – 16.00 Uhr | 17.00 – 20.30 Uhr |
| weitere Kurstage | 9.00 – 12.30 Uhr | 14.30 – 17.00 Uhr |
| letzter Kurstag | 9.00 – 13.30 Uhr |
Allgemein zur Fortbildung
Deine Investition: € 2.990,- , Ratenzahlung ist möglich.
Kursleitung: Sabine Steinhauser, Reittherapeutin, Hakomi-Therapeutin, Traumatherapie
Maximal: 6 Teilnehmer/-innen.
Prozesse unterstützen -korrigierende Erfahrungen anbieten
Wirkungsvolle Techniken anwenden






