Depression im Spiegel der Pferde begleiten

Herbstzeit auf der Weide

Flucht der Seele – Depression oder Trauma? – das therapeutische Reiten gilt bei beiden Diagnosen als ideale Begleitmethode

Depression im Spiegel der Pferde durch pferdegestütze Interventionen begleiten. Die Indikationen, die sich bei Diagnose Depression mit Pferdetherapie bzw. Reittherapie behandeln lassen, sind sehr vielfältig. Vor allem aber im Kontext des Symptombildes ‚Depression‘ erreicht diese natürliche Form der tiergestützen Therapie außergewöhnliche, ja manchmal einzigartige Erfolge. Worum es im Einzelnen geht, soll unser Übersichts-Artikel zeigen.

Depression ist die Flucht der Seele

Die Flucht der Seele ins nicht wahrgenommene Nichts erfolgt, weil sie fürchtet dass der in der Vergangenheit erfahrene Schmerz zu überwältigend ist, wenn man sich ihm zuwendet. – Meine Erfahrung ist, wenn es eine gute Verbindung zum Hier und Jetzt, zum Körper und zum inneren sicheren Raum gibt, kann sich häppchenweise und vorsichtig mit dem nötigen Respekt und einer Prise Mut, diesem Schmerz angenähert und diesen Stück für Stück in Heilung gebracht werden. Danach ist die innere und äußere Welt eine komplett andere. Diese Erfahrung ist wahrhaftig erleuchtend und ich kann alle darin bestärken mit der passenden Begleitung den Mut aufzubringen! Es lohnt sich auf jeden Fall!

Die Empathie der Pferde

Pferde haben eine besondere Fähigkeit, auf die Gefühle und Bedürfnisse von Menschen zu reagieren. Sie sind sehr einfühlsam und haben eine natürliche Art, Menschen zu beruhigen und ihnen ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Diese Eigenschaften machen sie zu idealen Partnern für die therapeutische Begleitung bei Depression und Trauma.

Gegenwärtiges Erleben

Durch kleine Reaktionen auf den gegenwärtigen Prozess bieten sie ihre Zeugenschaft und Unterstützung an. Sei es durch ein Abschnauben oder kauen beim Loslassen, ein Stampfen beim Bekräftigen, oder ein Gähnen um das parasympathische Nervensystem einzuladen.

Ist Depression die Folge von Traumaerfahrungen, also traumatischem Stress?

Meiner Meinung nach, ja! Warum wird in der Medizin zwischen Depression und Trauma unterschieden, obwohl die Auswirkungen und die Symptome sich gleichen? Schwierig zu sagen, aus meiner Sicht, geht es bei der Depression um Traumafolgen die zu innerer Erstarrung, ggf. zur Unfähigkeit zu kommunizieren geführt haben, man könnte sagen Depressionen ist eine Teilsymptomatik von Traumaerfahrungen.

Depression und Burnout

Die Begrifflichkeiten sind nicht ganz eindeutig zu trennen. Viele Symptome überlappen sich, wobei sich Burnout auf einen beruflichen Kontext bezieht und im Unterschied zu Depression keine Behandlungs-, sondern eine Rahmen- oder Zusatzdiagnose ist.

Regulierung des Nervensystems

Therapiepferde, also Pferde mit einer Zusatzausbildung für die Begleitung von Menschen, stellen sich als entspannte, beruhigende, nicht wertende Beziehungspartner zur Verfügung. Sie bieten Zugewandtheit, körperlichen Kontakt und Stärke an. Sie erlauben ein „alles darf so sein wie es ist“ und fordern gleichzeitig ein im Hier und Jetzt sein heraus. Eine der wichtigsten Vorteile der Reittherapie für Menschen mit Depression, Trauma oder BurnOut ist das sanfte Aktivieren, das in Verbindung kommen mit anderen Wesen und in Verbindung kommen mit sich selbst und dem eigenen Körper. Bei der Suche nach Sinn, der Frage nach den Zielen, nach Bedeutung, bei der Frage nach Verbindung und Orientierung bieten sich die pferdischen Co-Trainer, als ehrlichen, achtsame Coach´s an.

Verbundenheit mit dem Pferd – verbunden sein mit sich

Denn Verbindung zum Pferd gibt es nur wenn es eine Verbindung zum Selbst gibt. Ist diese Verbindung nicht klar, wird es schwierig mit der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd. Gleichzeitig kann diese in kleinen, leicht umsetzbaren Schritte ausprobiert, vertieft und gefestigt werden. Das Pferd zeigt jederzeit an wann es sich verbunden fühlt und wann nicht.

Orientierung gibt es, wenn sich Mensch oder Pferd im Raum orientieren. Dieses orientiert Sein kann symbolisch auf den Bereich des Pferdes bezogen und dadurch auf das eigene Leben übertragen werden.

Pferde motivieren Menschen, sich auf den Weg zu machen um ihre Depression oder Trauma zu verarbeiten. Es ist für sie ein leichtes, sind sie doch Natur und in der Natur und somit ganz nahe am Leben und Erleben. Was für ein großartiger Behandlungsraum biete die therapeutische Begleitung mit dem Pferd! Weg von weißen, sterilen Wänden und Kitteln, hin zu guter Luft, Vogelgezwitscher und körperlichem Erleben.

Aus unserer Sicht sind es neun Perspektiven, die Pferdetherapie bzw. Reittherapie zu einer sehr überzeugenden Behandlungsform für Menschen mit Depression und BurnOut im Besonderen machen:

  • Freude an der Natur, dem Pferd und dem Leben.
  • Förderung von freudiger Zusammenarbeit mit anderen im Team.
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung.
  • Stärkung der inneren Wahrheiten, indem das Pferd als Vermittler und Prozessaktivator dient.
  • Reduktion von Angst und Stress.
  • Förderung von Selbstwirksamkeit und in der Folge Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, allem voran durch das Erleben von Erfolgen beim Führen und Reiten von Pferden.
  • Ermutigung zur Bewegung und körperlicher Aktivität, die zur Gesundheit und Wohlbefinden beitragen können.
  • Steigerung der Konzentration und Aufmerksamkeit, indem sich der Fokus auf die Interaktion mit dem Pferd richtet.
  • Möglichkeit zur Erfahrung von Natur und Umwelt, die eine beruhigende Wirkung auf die Psyche hat.

Gesteigerte Lebensqualität durch pferdegestütze Intervention

Insgesamt bietet das therapeutische Reiten mit pferdegestützten Interventionen, eine sehr vielversprechende Möglichkeit, BurnOut, Depression und Traumaerfahrungen zu begegnen. Betroffenen wird geholfen, die individuelle Lebensqualität zu steigern. Es gibt viele Programme und Organisationen, die auf die Pferdetherapie für Menschen mit Depressionen spezialisiert sind. Wenn Sie oder ein Angehöriger davon betroffen sind, kann die Begegnung und die Arbeit mit dem Pferd eine wertvolle Ergänzung zu anderen Therapieformen sein.

 Weiterführende Links

https://www.wipub.net/compassion-fatigue-wenn-mitgefuehl-muede-macht/

Depression Tagesschau
https://youtu.be/SJ9aZMw9pac?si=B126epHftgm-Lria

Traumatherapeut – Psychotherapie Ruland

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Tabletten gegen Depressionen | WDR Doku

https://youtu.be/BN_K-DU35dk?si=zL5JhxdExl1hVlKk

Depression: Darum wird sie bei Männern oft nicht erkannt | Quarks

https://youtu.be/b7IDlc0ze1s?si=Eq0U1NduevuS4mAJ

 

Depression bei Jugendlichen: Die zweithäufigste Todesursache der 15- bis 20-Jährigen in Bayern

https://youtu.be/hC2Yo7ZUiJM?si=FjUJ2asSOhm0RGCQ

Die unsichtbare Krankheit | DieMaus | WDR

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Figley, C.R. (Hrsg.) (1995). Mitgefühlsmüdigkeit: Umgang mit sekundärer traumatischer Belastungsstörung bei diesen die die Traumatisierten behandeln. New York: Brunner/Mazel.

McLeod, SA (2010). Was ist die Stressreaktion?

https://www.simplypsychology.org/stress-biology.html

 

Weiterführende Links

Können Pferde heilen? | Pferdegestütztes Coaching mit Christine Neuner

https://youtu.be/IIea0oV-dhIhttps://youtu.be/_uNDGeo52gYhttps://www.youtube.com/watch?v=e7zXnkt8iv8

Können Pferde heilen? Dieser Frage geht unsere Reporterin Sarah heute nach und besucht Christine Neuner im Zentrum “Lizenz zum Fühlen” in Bescheid. Sie gibt Coachings und arbeitet dabei mit Pferden zusammen.

Linda Tellington-Jones im Interview

https://youtu.be/5W1pUHH2D-Q

Die weltberühmte und bekannte Pferdeexpertin Linda Tellington-Jones erklärt dir im Interview, wie du Herz und Vertrauen deines Pferdes gewinnen kannst. Warum Vertrauen so viel wichtiger ist als Kontrolle und wie wir unseren Pferden ganz einfach die Sicherheit geben können, die sie brauchen, um ein echter Partner an unserer Seite zu sein. Sie erzählt von ihrer Kindheit, ihren ersten Erfahrungen mit den Pferden und wie sie die TTouches erfunden hat. Außerdem beschreibt sie im Interview wie wir an uns selbst arbeiten können, um gute Pferdemenschen zu werden.

Leben Lieben Lernen – Kurzfilm zur pferdegestützten Persönlichkeitsentwicklung & Coaching

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